Brauhaustour Köln 07.07.2017

Wir können nicht nur in Aktien, wir können auch in Kölsch :-)

13 Gesellschafter bei der Brauhaustour

13 Gesellschafter bei der Brauhaustour

Am 07.07.2017 starteten 13 Gesellschafter ihre Brauhaustour durch Köln !

Treffpunkt war um 17:30 Uhr an der Kreuzblume, unweit des Kölner Doms. Da unsere Tour erst um 18:00 Uhr startete, hatten wir uns kurz entschlossen, noch im auf "Gaffel" auf ein Kölsch vorbei zu schauen.
Apropos, Gaffel: In früheren Zeiten speiste man in den Brauhäusern vornehm mit einer dreizackigen Gabel, der sogenannten Gaffel.

Um 18:00 Uhr ging es dann - nach dem ersten Kölsch - mit unserer Brauhaustour los. Auf in das erste Brauhaus der Tour, dem "Früh am Dom"! Das "Früh am Dom" ist - nach dem Münchner Hofbräuhaus - das zweitgrößte Brauhaus Deutschlands. Hier kommt das Kölsch noch seit dem Jahre 1904, als Peter Josef Früh hier sein Brauhaus eröffnete, aus original Holz-Stichfässern, die 90 Liter fassen und somit 450 frisch gezapfte Stangen hergeben.

Früh am Dom und der Köbes

Der Köbes

Der Köbes

Ein blau gewandeter Kellner, der in den Kölner Brauhäusern "Köbes" gerufen wird, versorgte uns mit dem kühlen Kölsch. Woher aber, hat der Köbes seinen Namen?

Der Name Köbes stammt aus der Zeit der Wallfahrten zum Heiligen Jakobus nach Santiago de Campostela. Einer der Hauptpilgerwege führte damals über Köln. Einige der Wallfahrer waren nicht wohlhabend und unterwegs ging ihnen das Geld aus. Sie mussten sich daher nach einer Tätigkeit umsehen, um ihre Reisekasse aufzubessern. So mancher von ihnen heuerte dann als Kellner in einer der vielen Kölner Kneipen an. Den Kölner Gästen waren die Namen der wechselnden Bedienungen entweder nicht bekannt oder es fiel ihnen schwer, die oft fremdländischen Namen auszusprechen. Sie machten es sich somit auf kölsche Art einfach und nannten alle Kellner nach dem Apostel, dessen Grab die Pilger aufsuchen wollten, verniedlichend: Jaköbchen. Daraus wurde dann nach und nach der eingekölschte Name Köbes.

Glück mit "Tünnes und Schäl"

Tünnes+Sandra

Tünnes+Sandra

Vom "Früh am Dom" ging es weiter zum nächsten Brauhaus dem "Peters Brauhaus". Hier sieht man den Thekenschaaf. Ein Thekenschaaf (Kölsch für „Thekenschrank“) ist der traditionelle Sitz- und Arbeitsplatz für den Gastwirt in Kölner Brauhäusern und Gastwirtschaften, von dem aus der Geschäftsbetrieb überwacht und gesteuert wird. Das kleine Büro wird aufgrund seines Erscheinungsbildes auch Beichtstuhl, aufgrund seiner Funktion auch Kontörchen und in der Kurzform einfach Theke, genannt.

Nach dem ein oder anderen Peters Kölsch, ging es zum letzten Brauhaus des Tages, dem "Gilden im Zims".

Bevor wir aber dort ankamen, gab es jedoch noch einen kleinen Stopp bei "Tünnes und Schäl", zwei Kölsche Originale. Tünnes und Schäl sind DIE legendären Figuren aus dem Hänneschen-Puppentheater und gehören zu Köln, wie Kölsch und Karneval. Die Beiden verkörpern einerseits, den kleinbürgerlichen Städter Schäl und andererseits, den vom Land nach Köln zugezogenen Bauern, Tünnes. Die dicke Nase von Tünnes ist schon ganz blank gerieben, denn ein kräftiger Griff daran soll Glück bringen, also dann mal ran an die Nase!

Heimat kölscher Helden, das "Gildem im Zims"

Historischer Keller Hauptschiff

Historischer Keller Hauptschiff

Das "Gilden im Zims" ist das modernste Brauhaus Kölns. Es verfügt über 690 Sitzplätze in historischen Mauern aus dem 12.Jahrhundert und ist in einem modernen Ambiente eingerichtet. Als "Heimat kölscher Helden" beherbergt jeder Gastraum sein eigenes Motto: Helden aus Wirtschaft, Musik, Sport, Geschichte und Karneval schmücken die Wände der Räume. Mit einer untypischen Brauhauskarte wurden wir von dem jungen, freundlichen Team mit kölschen Spezialitäten verwöhnt. Das Gilden im Zims "Heimat kölscher Helden" ist ein einzigartiges, modernes Brauhaus-Erlebnis.

Wie kommt es zu der Form des Bierglases, die Kölner Stange oder Kölschstange? Es hat eine hohe (ca. 150 mm) und schlanke (ca. 50 mm Durchmesser) Form und ist das klassische Glas für den Ausschank von Kölsch. Die Kölner Stange hat ein Fassungsvermögen von 0,2 l. Die Glasform an sich begründet sich in der Tatsache, dass der Bierschaum des Kölsch nicht sehr stabil ist. In großen, breiteren Gläsern würde Kölsch schnell schal. Der geringe Durchmesser und der damit verbundene geringere Luftkontakt, hält das Bier etwas länger frisch.

Nach diesem Kölsch Genuss wurde es nun aber Zeit, etwas zu essen. Wir hatten einen Tisch im "Brauhaus zum Pfaffen" reserviert und ließen den Abend bei gutem Essen und ein oder zwei weiteren Gläsern Kölsch ausklingen.

Es war ein erlebnisreicher und toller Abend der zeigt, dass wir nicht nur bei Aktien einen guten Geschmack haben, sondern auch beim Kölsch.